Schlagwort: syrische Revolution

Kein Wendepunkt: Taktisch motivierte Schutzzonen in Syrien


Kein Wendepunkt: Taktisch motivierte Schutzzonen in Syrien

Russland, der Iran und die Türkei haben sich auf die Einrichtung von „Deeskalationszonen“ in Syrien geeinigt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber kein Wendepunkt im Syrien-Konflikt. Ein Kommentar von Loay Mudhoon.
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Kommentar: Auch nach der Schlacht von Aleppo ist kein Ende des Krieges in Syrien in Sicht


Kommentar: Auch nach der Schlacht von Aleppo ist kein Ende des Krieges in Syrien in Sicht

Nach der Katastrophe in Aleppo muss die Diplomatie alles Mögliche tun, um Zivilisten in Syrien zu schützen und die Rückkehr zu einem politischen Prozess zu erzwingen. Dabei ist Russland der Hebel, meint Loay Mudhoon.
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Bürgerkrieg in Syrien: Die selbstverschuldete Ohnmacht des Westens


Bürgerkrieg in Syrien: Die selbstverschuldete Ohnmacht des Westens

Die Lage der eingeschlossenen Menschen in Aleppo scheint zunehmend hoffnungslos. Es droht die größte humanitäre Katastrophe des Kriegs. Doch der Westen kann aus eigener Kraft daran kaum etwas ändern, meint Loay Mudhoon.
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Ein Signal an Assad: Kommentar zum russischen Teilabzug aus Syrien


Ein Signal an Assad: Kommentar zum russischen Teilabzug aus Syrien

Der Teilabzug der russischen Streitkräfte aus Syrien sei ein klares Signal an Machthaber Assad, endlich ernsthaft mit der Opposition zu verhandeln, meint Nahost-Experte Loay Mudhoon in seinem Kommentar. Dem Westen habe Putin deutlich gemacht, dass eine politische Lösung in Syrien gegen den Willen Moskaus nicht möglich sei.
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Kommentar: Der syrische Diktator Assad muss weichen


Kommentar: Der syrische Diktator Assad muss weichen

Die USA und Russland haben sich auf eine Waffenruhe im Syrien-Konflikt geeinigt. Der Erfolg dieser Vereinbarung hängt jedoch davon ab, ob sie ihre regionalen Verbündeten auf Linie bringen können, meint Loay Mudhoon.

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Kommentar: Keine Chance für die internationale Diplomatie im Syrienkonflikt ohne Drohkulisse


Kommentar: Keine Chance für die internationale Diplomatie im Syrienkonflikt ohne Drohkulisse

Der Erfolg der russischen Initiative, das syrische Chemiewaffenarsenal international zu kontrollieren, ist nur möglich, wenn Moskau die militärische Drohkulisse gegen das Assad-Regime mitträgt, meint Loay Mudhoon.

Keine Frage: Durch das überraschende Angebot Russlands, das Assad-Regime dazu zu bewegen, sein Chemiewaffen-Arsenal offenzulegen und unter internationale Kontrolle zu stellen, sind die Karten in der Syrienkrise neu gemischt worden. Nachdem der syrische Diktator die diplomatische Vorlage seiner Schutzmacht dankend angenommen hat, scheint ein US-amerikanischer Militärschlag gegen seine Armee abgewendet zu sein. Zumindest vorerst.
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Heimlich in Homs: Im Herzen des syrischen Aufstands – Siegen oder Sterben in Syrien


Heimlich in Homs: Im Herzen des syrischen Aufstands – Siegen oder Sterben in Syrien
Die ARD hat heimlich Reporter in die syrische Protesthochburg Homs eingeschleust. Sie zeigen Bilder aus einer Stadt im Krieg.

Die ARD hat heimlich Reporter in die syrische Protesthochburg Homs eingeschleust. Sie zeigen Bilder aus einer Stadt im Krieg.

Unerkannt gelangen wir in die syrische Stadt Homs und haben die Gelegenheit, uns „under cover“ einige Tage lang ein Bild vom syrischen Aufstand zu machen. Aufständische haben uns in die Stadt geschleust. Sie kontrollieren einige Viertel. In anderen haben die Regierungstruppen Scharfschützen auf den Dächern postiert. Wir erleben, wie sich beide Seiten Gefechte liefern. Die Rebellenkämpfer werden von übergelaufenen Soldaten angeführt. Einige Deserteure erklären uns ihre Beweggründe, erzählen den Aufstand aus ihrer Sicht.

Im Viertel Bab Amr haben die Aufständischen eine befreite Zone mit etwa 40.000 Einwohnern etabliert. Die Menschen hungern im Belagerungszustand. Das knappe Essen wird solidarisch unter allen verteilt. Ärzte behandeln Schusswunden mit unzureichenden Mitteln. Die Menschen machen sich Mut, indem sie sich nachts zu Massendemos versammeln. Sänger spielen bei der Mobilisierung der Menschen eine große Rolle. Einige von ihnen sind in den vergangenen Monaten gezielt vom Geheimdienst ermordet worden. Wir porträtieren einen Sänger, der bei den Demos in Bab Amir den Ton angibt. Die Bewohner von Homs können sich kaum von Viertel zu Viertel bewegen. Viele Straßenkreuzungen sind unpassierbar wegen der Scharfschützen auf den Dächern. Wir erleben, wie sich die Menschen über eine solche Kreuzung Lebensmittel und Zigaretten zuwerfen. An einer anderen Stelle wird ein Zivilist von einem Scharfschützen getötet, quasi vor laufender Kamera. Wir begleiten die Beerdigung.

Hier finden Sie den Link zum ARD-Film

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9135936

Syriens Regime soll vor den Internationalen Strafgerichtshof kommen


Syriens Regime soll vor den Internationalen Strafgerichtshof kommen

Bei der Niederschlagung von Protesten haben syrische Sicherheitskräfte nach Angaben von Amnesty International (AI) Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen: "Die meisten im Bericht von ai aufgeführten Verbrechen fallen in den Verantwortungsbereich des Internationalen Strafgerichtshofs", sagte der Leiter der Nahost-Sektion von Amnesty, Philip Luther. Der UN-Sicherheitsrat müsse den Fall daher an den Ankläger des ICC weiterleiten

Der Uno-Menschenrechtsrat soll den Sicherheitsrat auffordern zu prüfen, den Internationalen Strafgerichtshof mit der Ermittlung der Lage in Syrien zu beauftragen. Das fordert eine vom Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission unter Leitung der stellvertretenden Uno-Menschenrechtskommissarin Kyung-wha Kang. Der am Donnerstag in Genf veröffentlichte Bericht verlangt von der syrischen Regierung, die Gewalt gegen Zivilisten und die Folterung von Gefangene unverzüglich zu beenden. Die Gefangenen sollten freigelassen werden, und Damaskus müsse die Straffreiheit der Täter beenden. Dazu sei es nötig, Gesetze abzuschaffen, die Angehörigen der Sicherheitskräfte und des Geheimdiensts Immunität gewährten.

Die Uno-Kommission untersuchte Menschenrechtsverletzungen zwischen dem 15. März und dem 15. Juli. Obwohl ihre Arbeit erschwert wurde, weil Damaskus sie nicht einreisen liess, erhielt sie Informationen aus erster Hand. Sie sprach mit 180 Personen in vier Ländern, mit Flüchtlingen, Folteropfern und Deserteuren. Einige Zeugen befanden sich in Syrien. Seit Mitte März nahmen die Armee und Sicherheitskräfte an der Unterdrückung der Proteste teil. Unterstützt wurden sie von der Shabiha-Miliz. In mehreren Orten waren zudem ausländische Kämpfer im Einsatz.

Die Sicherheitskräfte gaben sich teilweise als Zivilisten aus und provozierten Unruhen. Die Kommission verfügt über mehr als 1900 Namen von Zivilisten, die seit März getötet wurden. Laut Augenzeugen ist es verbreitet, Zivilisten durch bewaffnete Kräfte am Boden, Scharfschützen auf den Dächern und durch den Einsatz von Helikoptern zu töten. Es werde geschossen, um zu töten. Zivilisten wurden auch ausserhalb von Demonstrationen willkürlich getötet. So wurden am 1. Mai in Daraa 26 Männer mit verbundenen Augen in einem Fussballstadion erschossen, das als Hauptquartier der Sicherheitskräfte genutzt wurde. Getötet wird auch bei Hausdurchsuchungen sowie in Spitälern. Kinder wurden ebenfalls gefoltert, und Hunderte von Gefangene verschwanden.

aus: mri. Genf -NZZ

9. August 2011, Neue Zürcher Zeitung

Amnesty dokumentiert Staatsterror und Folter in Syrien

AI: „Assad begeht Verbrechen gegen Menschlichkeit“

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