„Deutschland als humanitäre Macht“ – Journalisten zur Berichterstattung über Flüchtlinge

7. Januar 2018

Print pagePDF pageEmail page

„Die Berichterstattung über die Flüchtlingsbewegung war sehr intensiv und unstrukturiert. Es war wie eine Lawine – kaum einer glaubte, dass Deutschland eine solche Solidarisierungswelle erfasst hatte“, sagt Loay Mudhoon, verantwortlicher Redakteur der Internetseite Qantara.de, einem Projekt der Deutschen Welle.

„Es wurden nicht viele Fragen gestellt am Anfang. Alle waren ergriffen von diesem Klima. Natürlich hätte man damals fragen können: Kann das Land das verkraften? Doch niemand wusste, wie lange das andauern würde. Später wurden diese Fragen dann auch gestellt. Als Journalist kann ich den Medien keinen Vorwurf machen. Es war eine einmalige historische Situation, in der das Land die Möglichkeit hatte, ein zivilisiertes Gesicht zu zeigen.“

Die Berichterstattung wurde in der arabischen Welt und weit darüber hinaus mit Faszination wahrgenommen, erklärt Mudhoon.

„Die Willkommenskultur hat einen sehr positiven und nachhaltigen Eindruck im gesamten arabischen Raum hinterlassen. Deutschland wird als zivile, humanitäre Macht wahrgenommen: ein Land, das menschliche Verantwortung übernommen hat.“

Mehr Lesen hier….

 

Schlagwörter: ,

verfasst unter Allgemein, Nordafrika, Syrien, Syrien von am 7. Januar 2018

Über den Autor ()

Loay Mudhoon ist Nahost-Experte und Islamwissenschaftler. Lesen Sie mehr über den Autor

Kommentare nicht erlaubt.